Donnerstag, 4. September 2014
Es gibt Reis!
Morgens angekommen in Lao Cai ging es dann mit dem Bus nach Sapa. Die Fahrt war sehr Kurvenreich immer durch Reisfelder. Angekommen in unserem Hotel, legten wir schnell unsere Rucksäcke ab und auf ging es zum Wandern in den Reisfeldern. Gemüdlich wanderten wir Richtung Cat Cat. Ein Dorf auf dem Grund der Reisfelder. Umringt von Meter hohen Reisterrassen. Die Ringsumsicht war einfach ein Traum.



Rund um Sapa leben die Hmong eine ethnische Minderheit. Sehr nette aber auch sehr aufdringliche Frauen. Die, wenn sie dir erst mal auf den Fersen sind, nicht wieder so schnell verschwinden. Erst hats den Anschein, sie wollen sich nett mit dir unterhalten, dann fragen sie ob du vielleicht später was kaufen willst und wenn du dann höflich ablehnst versuchen sie es erst auf die Mitleidstour und wenn das nicht klappt werden sie etwas ruppiger und verschwinden dann mit finsterer Mine. Die wollen halt auch nur Geld verdienen. Der Ort Cat Cat ist als eine Art belebtes Freilichtmuseum angelegt worden. So kann man den Bewohnern ganz ungeniert beim alltäglichen handwerklichen Treiben zuschauen, Fragen stellen und sich Dinge erklären lassen. Am Abend zurück in Sapa haben wir einen traditionellen vietnamesischen Hotpot gegessen. Ist quasi wie ein Fondue nur mit Brühe anstatt Fett und man schmeißt neben dem Fleisch auch noch Gemüse und Nudeln rein. Jummay! Für die nächsten 2 Tage sind wir dann auf Wanderschaft in die Reisfelder gegangen mit Übernachtung in einer Hütte mitten in den Reisfeldern. Sehr urig und gemütlich. Der Weg bis zu unserer Unterkunft war wunderschön und einmalig, so eine Kulisse hatten wir bisher noch nicht gesehen und für Christof stand schon jetzt fest, dass das das Highlight seiner Vietnamreise ist.



Da wir sehr früh aufgebrochen sind und auch relativ schnell unterwegs waren, hatten wir noch Zeit im Fluss ein Bad zu nehmen und eine Runde Karten mit grandiosen Ausblick zu spielen.





Abends haben wir dann zusammen mit der Gastfamilie zu Abend gegessen. Es gab nur regionale Produkte: Wildschweinspieße, Hühnchen mit Lemongrassoße, Pommes aus Süßkartoffeln und das Beste, der Reis. Ob es nun daran lag, dass wir mitten in den Reisfeldern saßen oder der Reis maximal frisch war oder einfach alles drumherum, wir wissens nicht, aber das war der beste Reis den wir je gegessen haben.
Am nächsten Tag haben wir dann noch eine Halbtagestour Berg auf, Berg ab an einem Wasserfall vorbei zur Hauptstraße gemacht um von dort mit dem Bus wieder zurück nach Sapa zu fahren. Diesen Weg konnten wir natürlich nicht bewältigen ohne von den Einheimischen begleitet zu werden, naja, selbes Spiel wie am Tag zuvor. Wieder zurück in Sapa ließen wir uns nach Lao Cai bringen um mit dem Nachtzug zurück nach Hanoi zu fahren. Dieses mal war die Nacht noch schlafloser als die Zugfahrt zuvor. Vielleicht Lage es daran, dass wir den wohl unfreundlichsten und unsympathischsten asiatischen Opa bei uns mit im Abteil hatten. Habens aber dennoch überstanden. Anschließend an die Zugfahrt haben wir uns zum Flughafen begeben um weiter nach Da Nang zu fliegen, eine Stadt genau in der Mitte von Vietnam.
In Da Nang ging es dann mit dem Taxi nach Hue, die alte Kaiserstadt des Landes. Zwei Nächte verbrachten wir hier im Stay Hotel was von zwei super netten französischen Brüdern geleitet wirt. Unseren einzigen vollen Tag in Hue verbrachten wir damit uns die purpurne verbotene Stadt anzuschauen und noch mehr über Ho Chi Minh zu erfahren.







Von Hue ging es dann mit dem Bus vier Stunden bis nach Hoi An. Hoi An ist die wahrscheinlich tollste und älteste Stadt in Vietnam. Ihr alter Stadtkern ist sogar UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt bietet sehr viele shopping Möglichkeiten und ist bekannt für seine Schneider, die für wenig Geld maßgeschneiderte Kleidung nach Wunsch fertigen. Also nichts wie hin.







Jonas bekam einen Anzug mit Hemd aus Kaschmir und Seide. Für Janine gab es ein Kleid mit passender Jacke natürlich auch aus Seide und Kaschmir. Und das alles für 150 €. Christof hat sich eine Lederjacke auf seine Haut schneidern lassen. Sieht einfach toll aus. Dann ging es noch ab zum Optiker. Denn auch dafür ist Hoi An bekannt. Christof ließ sich eine Sonnenbrille mit Sehstärke machen und Janine gleich eine Sonnenbrille und eine normale Brille mit Sehstärke. Man gönnt sich ja sonst nichts. Alles in allem für uns eine tolle Shopping Stadt und nett anzusehen. Was einem auch im nachhinein erst auffällt ist, dass in der Altstadt keine Roller fahren dürfen. Was ne Wohltat!
Janine und Jonas

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